Eine Stimme, die gehört wird: 7 Techniken, damit Leute dir Aufmerksamkeit schenken

Kennst du das auch? Du hast manchmal Schwierigkeiten damit, deine Gedanken passend kommunizieren zu können. Tobi, dem fiktiven Star dieser Folge, geht es genauso. Lerne 7 Techniken kennen, mit denen du dich wie ein Profi ausdrücken kannst.

Wenn du manchmal das Gefühl hast, dass du nicht ganz die Aufmerksamkeit von anderen einfangen kannst, wenn du dir manchmal wünscht, dass Leute dir besser zuhören, dann ist das die richtige Folge für dich!

Für die, die lieber lesen: Aus dieser Podcastfolge ist ein dazugehöriger Blogpost geworden, der die Tipps in dieser Folge auf den Punkt bringt. Alternativ findest du weiter unten das komplette Transkript.


Shownotes

In dieser Folge von Charakter: Marke Eigenbau lernst du Tobi kennen. Tobi arbeitet in den (fiktiven) Lagerhallen des Online-Händlers Bermuda. Dort gibt es eine unglückliche Besonderheit: In den Lagerhallen herrscht komplette Dunkelheit.

Tobi wird vor den Vorstand des Konzerns treten und ein Plädoyer für Licht in den Lagerhallen vorführen. Ob er den Vorstand überzeugen kann, hängt komplett von seinen Kommunikationsskills ab – wir werden es herausfinden!

Zusammen mit Tobi lernst du sieben wertvolle Techniken kennen, mit denen jede:r eine Sprechweise entwickeln kann, die gehört wird. Techniken, die von professionellen Sprechern selbst stammen und angewendet werden. Mir haben sie einen riesigen Mehrwert geliefert und meine Sprechfähigkeiten bereichert.

Die Website des Podcasts

Hier findest du unsere brandneue Website: www.charaktermarkeeigenbau.de. Melde dich für den heißen Newsletter an, in dem ich wöchentlich Schnipsel teilen werde, die mich inspiriert haben.

Musik, die ich verwendet habe

Meine Musik beziehe ich von Epidemic Sound. Dort gibt es eine RIESIGE Bibliothek an fantastischer Musik und Soundeffekte für so gut wie jede Produktion. Alles, was du im Podcast hörst und nicht meine eigene Stimme ist, stammt von Epidemic Sound.
Für eine monatliche Pauschale darf man so viele Lieder und Soundeffekte in seiner Produktion verwenden, wie man will – wie Podcasts, Videos, Hörbüchern, …

Wenn du diesem Link hier folgst und dich anmeldest, bekommst du einen kostenlosen Probezeitraum und ich bekomme eine Vergünstigung auf mein laufendes Abonnement. Es handelt sich also um einen Referrerlink. Wenn du diesen Podcast unterstützen willst, dann ist das eine prima Möglichkeit dafür. Schau gern rein!

[00:00]: How To Tango – Arthur Benson
[08:50]: Organized Chaos – Arthur Benson
[16:24]: Art Culinaire – Raymond Grouse
[19:42]: No Clues Left – Arthur Benson
[33:13]: La Danse Lente – OTE
[36:18]: Outbound & Down – Elliot Holmes

Die 7 Techniken

Na gut, du möchtest dich selbst spoilern und nach den Kapitelmarken luschern. Hier sind sie:

[11:18]: Nutze deine Indifferenzstimmlage
[16:03]: Pausen! Nutze Pausen
[19:42]: Spreche öfter auf Punkt.
[22:47]: Benutze Humor und Storytelling (wenigstens die Basics)
[25:45]: Eliminiere Füllwörter
[28:48]: Stelle rhetorische Fragen
[31:08]: Frage dich: “Welche eine Sache will ich kommunizieren?”

Nützliche Links

Charisma on Command: Ein Youtube-Kanal, in dem charismatische Persönlichkeiten analysiert werden. Was sind ihre Tricks und Techniken? Ein prima Kanal, um die Basics von Humor und Storytelling kennenzulernen.


Transkript

Tobi, der Lagerarbeiter

Leise Soll ich? Jetzt? Ok.
Hi, ich bin Tobi.
Ich arbeite hier in dieser großen Lagerhalle für ein Online-Händler, der heißt Bermuda, auf unserer Website man alles Mögliche bestellen, Bücher, Elektronik, und so, seit neuestem sogar Lebensmittel, und wir versenden die dann. Ja…. aber vielleicht kennen Sie das ja schon

Meine Aufgabe ist es, die Waren im Lager finden, in Kartons zu verpacken und dann den Versandsticker raufzukleben, das mach ich jetzt schon seit 4 Jahren, läuft eigentlich ganz gut. Also ich würd schon sagen, dass ich gut in meinem Job bin. Aber ich will damit gar nicht angeben oder so, also wirklich überhaupt nicht, ähm…

Aber manchmal ist der Job schon schwierig. Wissen Sie, die Lagerhallen von Bermuda haben so was Besonderes, ne Besonderheit an sich, und zwar gibt’s hier kein Licht. Ja, ist alles dunkel. Es gibt kein Tageslicht, keine Deckenlampen oder Taschenlampen oder so. Die dürfen wir nicht benutzen.
Ähm..
Eigentlich ist das nicht so toll. Ganz oft stößt man sich an irgendwelchen rumliegenden Waren, oder man klebt die Versandkartons ganz schief zu sodass die gar nicht richtig zu sind, aber am Schlimmsten ist eigentlich , dass wir ganz oft die Versandsticker auf die falschen Kartons kleben. Also gehen die Waren dann an die falschen Empfänger. Das ist ziemlich doof. Also das finden die Kunden auch nicht gut. Wenn die ein Paket kriegen und das ist dann gar nicht das, was die bestellt haben. Also ich glaub, das fänd ich auch blöd, wenn mir das passieren würde. Deswegen haben wir auch ne ganz hohe Retourerate. 93% oder so.

Der Konzernvorstand hat mal gesagt, dass die Stromkosten zu hoch sind, und seitdem gibt’s kein Licht, also es gibt schon Lichtschalter, aber die dürfen wir nicht einschalten und so. Also einer hat das schon mal gemacht, der Frank war das. Der hat sich im Lager immer an diesem einen Regal den Zeh gestoßen, er hat dann immer ganz laut geflucht, das hat man immer in der ganzen Halle gehört. Ja, und eines Tages, da hat er sich mal wieder böse gestoßen, ist er dann ausgerastet, ist dann zu den Lichtschaltern gegangen und hat die einfach angemacht, also ohne zu fragen oder so.

Ja, und dann war es kurz ganz hell. Das war dann richtig gut so. Man konnte endlich wieder alles sehen und dann ordentlich arbeiten, alles richtig kleben, und die Kartons an die richtigen Kunden schicken und so.

Aber nur 20 Minuten lang. Dann kam unsere Chefin. Frau Kempe heißt die. Also die ist sowieso schon immer mies gelaunt. Ne ganz Gemeine ist die. Und ja, die hat dann rumgebrüllt, hat das Licht wieder ausgemacht, der Frank musste dann sofort in ihr Büro und ja. Fristlose Kündigung. Das war schon schade. Der war eigentlich nett, der Frank.

Naja, jedenfalls habe ich das der Frau Kempe schon ganz oft gesagt, dass das schon gut wäre, wenn wir Licht hätten. Eigentlich sogar wichtig. Aber die hört einem nie zu. Ich glaube, sie will einem absichtlich nicht zuhören oder so. Sie pflegt so einen autoritären Führungsstil uns gegenüber, aber gleichzeitig kuscht sie vor ihrem eigenen Vorgesetzten und schleimt sich immer so ein. Ganz schön heuchlerisch, eigentlich.

Aber naja, heute nachmittag gibt’s tatsächlich ne gute Chance, dass sich das ändern kann mit dem Licht hier. Heute ist nämlich so ein wichtiges Business-Meeting, so ein Quartalsupdate, und da sind dann alle hohen Tiere da. Also auch die Vorgesetzten sogar von der Frau Kempe. Und naja, eigentlich hätte ich da nichts verloren, aber ich, ähm, hatte bisschen Glück. Ich saß letztens in der Kantine neben der Frau Feldmaus, das ist die Sekretärin von unserem Betriebsleiter, und hab mich sehr freundlich mit der unterhalten und ja, so bin ich dann an eine Einladung zum Termin gekommen. Und das ist heute. Deswegen hab ich mich auch so schick angezogen, so mit richtigem Hemd, das hatte ich auch bei der Hochzeit meines Bruders an. Nur dieser eine Fleck, der ist nicht rausgegangen. Aber das sieht keiner. Hoffe ich.

Büro-Sounds. Leise hört man jemanden schnarchen
TYP (hohe, gelangweilte, monotone Stimme): Und wie sie an diesem Diagramm sehen können, haben wir das OKR dieses Quartals hervorragend erreichen können. Der Umsatz beläuft sich auf 38.412.311€ und wir hoffen, diese Zahl im nächsten Quartal noch um 4% steigern zu können. Danke schön.
Tischklopfen
MODERATOR: Danke schön, für diesen, spannenden, Vortrag, Herr… Ja, bevor wir in die Mittagspause gehen, gibt es noch dringende Themen, die es zu besprechen gilt?
Stille
MODERATOR: Gut, dann würde ich sagen –
TOBI: Räuspert sich Also, ich hätte noch etwas. Also, es ist jetzt nicht sooo dringend, aber…
MODERATOR: Ah, ja, Herr…ähm..
TOBI: nervös Stulte. Tobias Stulte. Ich arbeite in der Lagerhalle in Furtburg. Und zwar habe ich mir überlegt, dass wir uns ja immer den Zeh stoßen, so wie der Frank damals. Und, ähm, die Kartons gehen ja oft an die falschen Kunden. 93% oder so, also die Retourerate, und das ist nicht gut so, also das würde ich auch nicht gut finden, wenn dann plötzlich in meinem Paket das Falsche drin liegt. Also zum Beispiel man bestellt ne Fotokamera, und dann liegt da plötzlich ne Karotte. Heh, also naja, ist halt blöd.
Und ähm, naja, das Licht ist aus. Also in der Lagerhalle. Und dann kommt es zur falschen Zuordnung, und man klebt falsch, und –
MODERATOR: Herr Stulte –
TOBI: Äh, ja?
MODERATOR: Wenn Sie sich doch bitte etwas kürzer fassen könnten. Danke schön.
TOBI: Holt tief Luft Könnten wir in den Lagerhallen das Licht einschalten…wenn’s geht?
Stille
MODERATOR: Nun, über dieses Thema hat der Konzernvorstand bereits zur Genüge diskutiert, und sofern Sie keine neuen Argumente hervorzubringen haben, denke ich, dass wir darüber nicht erneut sprechen müssen. Gut, würde ich sagen, wir sehen uns wieder nach der Mittagspause. Um 13 Uhr geht es weiter mit den Ergebnissen des jüngsten Strategic Plannings. Danke schön.

Woosh. Zurück in die Lagerhalle

TOBI: Ja, das lief leider nicht so toll. Die Damen und Herren dort, die haben mir jetzt nicht so zugehört, denke ich. Jedenfalls müssen wir jetzt weiter im Dunkeln arbeiten. Die Frau Kempe, die ist jetzt stinksauer auf mich, weil ich versucht hab, direkt zu ihren Chefs zu gehen.
Ist bisschen doof alles. Naja, aber ich war halt noch nie der beste Redner. Glaub auch nicht, dass sich das ändern wird oder so.
In der Ferne gibt es Metall”klirren”, wie wenn Metall umstößt.
TOBI: Achtung, da steht das Rollschränkchen!
Aus der Ferne die Antwort: “Habe ich jetzt auch gemerkt!”

Einleitung

Hi! Ich bin nicht Tobi. Ich bin Patrick. Willkommen zu einer weiteren Folge Charakter: Marke Eigenbau.

Der arme Tobi hatte eine so gute und vernünftige Idee. Doch am Ende scheiterte es daran, wie er sein Anliegen rüberbringen konnte. Niemand wollte ihm zuhören – aber ehrlich gesagt, wenn man spricht wie Tobi es derzeit tut, wird das auch nicht das letzte Mal vorkommen.

Also, lass uns das ändern. Wenn du manchmal das Gefühl hast, dass du nicht ganz die Aufmerksamkeit von anderen einfangen kannst, wenn du dir manchmal wünscht, dass Leute dir besser zuhören, dann ist das die richtige Folge für dich.

Die folgenden sieben Tipps haben mir in meinem Berufsleben geholfen, sie haben mir in meinem Sozialleben geholfen und allgemein haben sie mir ein selbstbewussteres Auftreten gegeben. Jetzt möchte ich sie mit dir teilen.

Und außerdem werden wir sie mit Tobi teilen! Am Ende der Folge werden wir die Zeit zurückdrehen und schauen, ob Tobi mithilfe dieser Techniken einen Pitch starten kann, mit dem er den Vorstand von seiner Idee überzeugen kann.

Doch damit Tobi auch nur den Hauch einer Chance hat, braucht er dringend deine Unterstützung. Kanalisiere deine Kraft für Tobi indem du jetzt in diesem Moment den Podcast abonnierst, falls du es noch nicht getan hast – und! – indem du auf die neue Website des Podcasts gehst (www.charaktermarkeeigenbau.de) und dich dort für meinen Newsletter einträgst.

Ich bin ganz ehrlich mit dir – zum Zeitpunkt der Aufnahme dieser Folge weiß ich noch nicht genau, wie ich den Newsletter nenne und was genau ich darin teilen werde. Eines weiß ich aber ganz genau, nämlich dass er, genau wie dieser Podcast, dir helfen wird, ein erfüllendes, selbstbestimmtes und außergewöhnliches Leben zu führen.

Das ist auch, wonach ich strebe, das ist die Reise, auf der wir uns gemeinsam befinden. Die wertvollsten Werkzeuge, Tricks und Techniken, die ich auf diesem Weg finde, teile ich mit dir in diesem Newsletter und, wie du weißt, in diesem Podcast.

Fünf Sekunden warten wir noch auf dich, damit du Zeit hast, deine Unterstützung für Tobi zu zeigen, und dann starten wir mit der ersten Technik für eine Stimme, die gehört wird.

5, 4, 3, 2, 1.

1. Nutze deine Indifferenzlage

Wenn ich nervös bin, dann fange ich anders zu sprechen. Meine Stimmlage verschiebt sich. Dann fange ich an [spricht hoch] höher zu sprechen, mich klein zu machen, und bloß keine resonante Stimme zu benutzen, weil ich nicht auffallen will.
[Spricht normal] Kennst du das auch?
Wenn du gehört werden willst, souverän und selbstsicher auftreten willst, ist das keine gute Sache. Du möchtest lieber in einer Stimmlage sprechen, mit der du überzeugt, überzeugend, seriös und entspannt klingst.

Die gute Nachricht ist, dass die Natur jedem von uns diese eine natürliche, persönliche Stimmlage geschenkt hat. Das ist die Indifferenzlage.
Die Indifferenzlage ist das Kernwerkzeug der Profisprecher.
Mit ihr schwingen deine Stimmbänder maximal entspannt und ganz natürlich. Das schont deine Stimme, was gut ist, wenn du berufsbedingt längere Zeit sprechen musst.
“Indifferenz”, das heißt so viel wie “Gleichgültigkeit”. Das bedeutet nicht, dass du so klingst, als wäre dir alles egal, sondern bloß, dass deine Stimme sich auf ihrem natürlichen Basisniveau befindet. Sie klingt ausbalanciert, ausgewogen.
Sie befindet sich im unteren Drittel unseres Stimmumfanges, also etwas tiefer, als die meisten Menschen tatsächlich im Alltag sprechen.

Ganz im Gegenteil, manchmal fallen wir sogar in das, was man im Volksmund als “Flöten” bezeichnet. Flöten ist ein sehr hohes, melodisches Sprechen. Das ist die Stimmlage, die wir zum Beispiel häufig verwenden, um ein Telefonat zu beenden.

[Hohe Stimme] Wenn Sie noch Fragen haben, rufen Sie gern nochmal an und dann klären wir das. Ja, super. Schönen Tag Ihnen noch! Danke, tschüss!

Es klingt zwar freundlich, spielerisch, auf Dauer aber unseriös. Gerade im beruflichen Kontext sollte das Flöten eher vermieden werden. So kann einem unbewusst die berufliche Kompetenz abgesprochen werden. Ein Hinweis besonders wichtig für Damen, da sie tendenziell eher zum Flöten neigen als Männer.

Das Schöne an der Indifferenzlage ist, dass sie ganz einfach zu finden ist. Tatsächlich können wir das jetzt direkt gemeinsam machen, du und ich.
Wie machen wir das? Mit einer Technik, die ich von der fantastischen Stimmtrainerin Monika Hein gelernt habe.

Die geht folgendermaßen:
Stell dir vor, du hättest ein Stück deiner Lieblingsschokolade im Mund. Du zeigst deinen Genuss, indem du ein ganz natürliches, sattes, zufriedenes “Mmmmmh” anklingen lässt. Das wird automatisch in deiner Indifferenzstimmlage erklingen. Falls du eine Hand auf dein Brustbein legst, wirst du die Vibration spüren.

Interessanterweise ist genau das eine Aufwärmtechnik, mit der ich mich vor jeder Podcastfolge, auch dieser, auf die Aufnahme vorbereite. Ich sage mehrmals den Satz:

Schokolaaaaaade, mmmmh, jam jam jam.

Ich justiere meine Stimme auf mein natürliches Basisniveau ein.

Am Besten machst du jetzt gleich mit mir mit. Falls du gerade allein im Auto sitzt, zuhause die Wäsche machst oder auf dem Sofa mit Kopfhörern liegst, dann ist das die perfekte Zeit, um jetzt deine Indifferenzstimmlage zu finden.
Falls du gerade nicht alleine bist, dann nutze doch die Gelegenheit, um deinen Sitznachbar in der U-Bahn mit deiner mächtigen Indifferenzstimmlage zu überwältigen.
Auf drei: 1, 2, 3
Schokolaaaaaade, mmmmh, jam jam jam.
Schokolaaaaaade, mmmmh, jam jam jam.

Wunderbar.
Ich empfehle dir diese Übung mehrmals täglich zu wiederholen. Das Ziel ist, deinen Autopiloten im Kopf auf deine Indifferenzstimmlage einzustellen. Finde immer wieder bewusst dein natürliches Basisstimmniveau, bis du es unbewusst verwendest.

Eine Sache noch: Auch, wenn die Indifferenzlage für die meisten Menschen tiefer liegt, als sie gewohnt sind, geht es nicht darum, möglichst tief oder laut zu sprechen. Es geht darum, resonant und entspannt zu klingen. Mit der Indifferenzlage klingst du mit minimaler Anstrengung maximal resonant. Wertvolle Sache.

Die nächste Technik ist vielleicht die allerwichtigste von allen. Wenn du auch nur eine einzige Technik aus dieser Episode mitnimmst, dann lass es die Folgende sein.

2. Pausen. Nutze Pausen.

Du musst wissen, in meinem Leben hatte ich so einige Berührungspunkte mit der Schauspielbühne. In der Schulzeit habe ich öfters auf ihr gestanden. Mein Höhepunkt war damals die Hauptrolle im Lateintheater – ja, es ist das, wonach es klingt: Theater komplett auf Latein. Ziemlich hardcore.

Und vor gar nicht so langer Zeit habe ich angefangen, regelmäßig Improtheater zu spielen. Das ist echt eine Klasse für sich, komplett aus dem Stehgreif eine unterhaltsame Szene für die Zuschauer zu zaubern. Das Tolle an Improtheater ist, dass du super viele vermeintliche Fehler machst, aus denen du ebenso schnell lernst.

Ein herrliches Gefühl, diese Panik in deinem Kopf, weil du denkst, du müsstest jetzt außergewöhnliche Ideen und Dialoge bringen, um das Publikum zu unterhalten. Wenn du jetzt nichts Krasses ablieferst, werden sie sich langweilen und dich ausbuhen, nicht wahr?

Wie man aber schnell lernt, könnte das realitätsferner nicht sein.
Tausende Annahmen, die du über die Gedanken der Zuschauer triffst, stimmen nicht. Meistens ist das Gegenteil der Fall.
Wenn du glaubst, was du gerade auf der Bühne machst, sei langweilig, empfindet es das Publikum gar nicht als langweilig. Wenn du glaubst, aus Angst vor der Langeweile die Szene andauernd noch krasser, noch abgefahrener, noch absurder zu gestalten, dann wird das Publikum schnell sein Interesse verlieren.

Du hast Angst vor der Langsamkeit. Du hast Angst vor der Pause. Das ist, was ich als Allererstes auf der Improtheaterbühne zu lernen hatte.

Ich kann gar nicht ausdrücken, was für eine wertvolle Lektion das war. Denn Pausen sind nicht nur im Schauspiel ein mächtiges, mächtiges Werkzeug. Immer, wenn du die Aufmerksamkeit von anderen hast, sind Pausen Gold wert.

Es gibt zwei Arten von Pausen.

Die erste Art von Pause ist die, die Raum entstehen lässt. Nach einer neuen Information, nach einem wichtigen Satz lässt du dem Gegenüber Zeit, das Gesagte zu verarbeiten.
Von der vorher genannten Sprachtrainerin Monika Hein habe ich ein schönes Sinnbild dafür: Wie würdest du ein Baby mit Brei füttern? Würdest du ihm Löffel für Löffel reinballern? Oder würdest du nach jedem Löffel kurz warten und schauen, ob der Brei heil angekommen ist?

Die zweite Art von Pause ist die sogenannte Staupause.
Mitten in einem Gedanken hältst du inne und baust damit eine unheimliche Spannung auf. Du kannst Überraschendes, oder Pointen einfügen.
So erreichst du, dass dir andere sprichwörtlich an den Lippen hängen.

Hach, ich liebe Pausen. Sie strahlen Selbstbewusstsein aus. Sie zeigen, dass du keine Sorge hast, die Aufmerksamkeit des Publikums zu verlieren, obwohl du mal nichts sagst.

Ich empfehle ich dir: Zeige den Mut, das Schweigen auszuhalten. Nutze Pausen.

3. Spreche öfter auf Punkt.

Diese Technik hat direkt mit der Angst vor Pausen zu tun und gefällt mir auch sehr gut.

Ich bin sicher, du warst auch schon mal in der folgenden Situation: Du bist in einem Workshop oder irgendeine andere Veranstaltung, in der sich die Teilnehmer einander vorstellen sollen. Es gibt immer mindestens eine Person, die sich auf diese Art vorstellt, und zwar:

Hallo, ich bin Adrian, ich bin 23 Jahre alt, ich komme aus Köln, studiere Jura, ich habe drei Geschwister, in meiner Freizeit spiele ich Fußball, schau gern Serien, treff mich mit Freunden und meine Lieblingsfarbe ist Blau.

Weißt du, was ich meine? Kein Punkt in Sicht. Adrian kettet Fakt an Fakt, Nebensatz an Nebensatz. Mich langweilt so etwas sehr schnell. Ich schalte beim Zuhören dann schon früh ab, und ich denke, dass es dir und anderen ähnlich geht.

Warum ist das so? Warum finden wir es so schwer, diesen “Entenschwänzchen”, wie Sprachtrainer es nennen, zu folgen?

Der Grund ist Folgender: Jedes gesprochene Komma kommuniziert an das Gehirn des Gegenübers: “Achtung, da kommt noch was!”. Wenn dieses Signal drei Mal, fünf Mal, zehn Mal hintereinander gesendet wird, stellt sich das Gehirn des Gegenübers irgendwann auf Blockade. Nichts kommt mehr an. Signalüberladung.

Wohingegen du nach jedem gesprochenen Punkt automatisch eine Pause machst. Wie in der vorherigen Technik erklärt, erlauben Pausen deinem Gegenüber, die Information aufzunehmen – wie das Baby den Brei schlucken kann.

Sie signalisieren dem anderen: “Achtung, das ist wichtig: Einmal schlucken bitte”. In Adrians Vorstellung gerade gab er dieses Signal bloß bei “meine Lieblingsfarbe ist Blau”. Ob das jetzt die wichtigste Information von allen war – wohl kaum. Bei den ganzen Entenschwänzchen muss man sich fragen, ob Adrian seine eigenen Lebensfakten so unwichtig findet, dass er sie gar nicht mit Punkten betonen will.

Wie dem auch sei. Sicher ist dir klar, wie du auf Punkt sprechen kannst: Du senkst die Stimme am Satzende ab. Bei Kommata würdest du das nicht tun.

Ich spreche Adrians Einleitung mal nochmal vor, bloß auf Punkt gesprochenen. Du wirst merken, dass man dem dann schon besser folgen kann. Auch, wenn es wegen dieser puren Aneinanderkettung von Informationen dann immer noch etwas roboterhaft klingt.

Hallo! Ich bin Adrian. Ich bin 23 Jahre alt. Gebürtig komme ich aus Köln. Derzeit studiere ich Jura. Ich habe drei Geschwister. In meiner Freizeit spiele ich Fußball, schau gern Serien oder treff mich mit Freunden. Meine Lieblingsfarbe ist Blau.

Finde ich schon viel besser. Willkommen im Workshop, Adrian.

4. Benutze Humor und Storytelling (wenigstens die Basics)

Puh, ich gebe zu, dass gerade Humor schwer zu lernen ist, weil es so abstrakt ist. Aber man muss kein Profi-Komödiant sein, um seine Redeanteile zu würzen. Schau, wie unlustig ich bin, und trotzdem hörst du mir gerade zu.

Ein wenig Leichtigkeit in das Gesagte bringen zu können, ist immer sympathisch. Was gut funktioniert, ist, sich mit lustigen Shows oder Ähnlichem in eine humorvolle Stimmung zu bringen. In der Charisma-Folge dieses Podcasts hatte ich zum Beispiel schon mal vorgeschlagen, sich mit einer Folge Brooklyn-Nine-Nine auf einen geselligen, spaßigen Tag mit Freunden einzustellen.

Wenn es darum geht, die abstrakten Prinzipien des Humors richtig zu lernen, verweise ich dich gern auf einen anderen Kanal, der das, meiner Meinung nach, wundervoll ermöglicht: “Charisma on Command“. Das sind zwei Jungs, die in ihren YouTube-Videos bekannte, charismatische Persönlichkeiten analysieren und die anwendbaren Lektionen für uns Normalos extrahieren. Sie haben auch einige Folgen zu bekannten Comedians wie Jamie Foxx produziert. Falls dich das interessiert, schau gern dort rein. Links findest du in den Shownotes.

Nun zum Storytelling. Meine frühen ZuhörerInnen dieses Podcasts wissen sicher, dass mir das Thema am Herzen liegt. Auch hier ist das Thema in seiner Gesamtheit out of scope, weswegen ich dich beim “Wie” auch hier gern auf den Kanal “Charisma on Command” verweise.

Lass mich bloß das “Warum” erklären.

Es ist unheimlich mächtig, aus dem Stehgreif Informationen und Fakten in einer Story umhüllen zu können. Dass das schwer ist, habe ich bereits im Zusammenhang des Improtheaters erwähnt. Doch es lohnt sich wirklich: Storys sind die beste Art, um Informationen zu transportieren. Das meine ich wirklich so, und deswegen lohnt sich die Wiederholung: Storys sind die beste Art, um Informationen zu transportieren.
Gehirnscans zeigen, wie außergewöhnlich aktiv verschiedenste Areale unseres Gehirns sind, wenn wir einer Geschichte lauschen.

Leute können dir also besser zuhören, wenn du Storys erschaffen kannst, wo vorher scheinbar keine waren. Nicht nur das, sie wollen dir auch eher zuhören.
Dabei reicht auch schon, wenn sie wissen, dass du dazu theoretisch in der Lage bist. Manchmal ergibt es sich nämlich aus dem Gespräch heraus, dass du gesagte Elemente vom Anfang spontan wiederaufgreifen und ihre Entwicklung aufzeigen kannst, wie in einer richtigen Story. So sieht es dann aus, als hättest du von Anfang an gewusst, was du tust. Aus Erfahrung kann ich dir sagen: Es gibt wenige Dinge, die sich besser anfühlen.

5. Eliminiere Füllwörter

In der Firma, in der ich derzeit noch arbeite, gibt es zwei Mal die Woche ein sogenanntes Standup. Ein morgentlicher Videocall, in dem sich alle MitarbeiterInnen sammeln. Jede Person ist einmal dran kurz zu erzählen, woran sie oder er gerade arbeitet und was bei ihr gerade ansteht.

Beurteilt man nach dem reinen Informationsgehalt, sind diese Standups ziemlich unnütz. Ich kann mich nicht an auch nur eine Situation erinnern, in der mir ein Standup eine für meine Arbeit relevante Information geliefert hat.
Trotzdem mag ich sie. Einerseits, weil sie es in der Pandemie-Zeit erlauben, dass man seine Kollegen wiedersieht – klar.
Viel wichtiger aber: Für mich sind meine Kollegen in dieser Situation Redner auf einer Bühne, und ich ihr Publikum. Ich beobachte gern ihr Verhalten und ihre Sprachtechnik.

Unter ihnen befinden sich zum Beispiel einige Adrians, die andauernd auf Komma sprechen. Einige halten sich kurz, andere verlieren sich gern in Details.

Doch eine Person fällt mir jedes Mal auf. Ein Kollege, der sich wie kein anderer darauf versteht, Füllwörter zu eliminieren.

Wo ein “ähm” wäre, ist eine Pause. Wo ein “Ja…” wäre, ist eine Pause. Wo ein “eigentlich, und, oder so, also” wäre, ist eine Pause.

Man muss es selbst hören, um den Unterschied zu bemerken.
Erst dann wird deutlich, wie jedes Wort, das gesprochen wird, an Gewicht zunimmt. Es fehlen die Füllwörter, die sonst die Botschaft des Gesagten verdünnen.
Vielleicht hast du ja mal eine Aufnahme mal von dir selbst gesehen oder gehört. Achte beim nächsten Mal darauf, wie viele Füllwörter du unbewussterweise verwendest. Die Häufigkeit wird dich überraschen!

Füllwörter zu eliminieren lässt dich intelligenter, redegewandter und selbstbewusster wirken.

Wie kannst du sie dir also abtrainieren?
Da gehört einige Übung zu. Es könnte eine längere Zeit dauern, deswegen solltest du es Schritt für Schritt angehen. Wenn du im normalen Gespräch bist, nimm dir einfach als Ziel: “Ich möchte Füllwörter vermeiden“. Wenn du dann einen Satz beendest oder eine kurze Pause machst, fällt dir eventuell auf, dass du jetzt instinktiv ein Füllwort verwenden würdest. Das kannst du dann einfach weglassen.
Stress dich aber nicht damit. Wenn du doch mal “ähm” sagst, dann ist das kein Problem. Überanalysiere auch nicht, ob was du als nächstes sagst nicht doch irgendwo ein Füllwort beinhaltet. Als erstes Ziel solltest du dir eben vornehmen, sie erstmal bloß zu reduzieren.

6. Stelle rhetorische Fragen

Das ist eine Technik, die ich lange nicht auf dem Schirm hatte, bis ich merkte, dass alle großartigen Rhetoriker sie verwenden.

Warum solltest du rhetorische Fragen stellen? (so wie diese hier?)
Drei Gründe.

  1. Weil es als ZuhörerIn viel leichter ist, dir zu folgen, wenn man weiß, zu welchem Zweck das gerade Gesagte dient: Nämlich zur Beantwortung der Frage.
  2. Weil es durch den Bruch in Satzstruktur und -melodie klar macht, dass jetzt eine neue Art von Informationen kommt. Vor der rhetorischen Frage und danach kommen Punktsätze. “In meiner Freizeit löse ich gern Kreuzworträtsel. Und ich mag gern Briefmarkensammeln. Was mache ich aber beruflich? Ich arbeite freiberuflich als menschliche Fliegenfange”. Weißt du, was ich meine? “nananana. nananana? nananana.” So wird die Struktur der Worte deutlich.
  3. Die rhetorische Frage kann vorher nichtvorhandenes Interesse wecken. Sagen wir, ich frage dich: “Welchen Lichtschutzfaktor hat Nutella?”. Dann denkst du dir, “komische Frage, aber gut, welchen Lichtschutzfaktor hat Nutella denn?”. Dann antworte ich “8,9”.
    Im Vergleich dazu könnte ich auch einfach auf dich zugehen und sagen: “Nutella hat Lichtschutzfaktor 8,9.”, und du antwortest dann: “Entschuldigung, kennen wir uns?”. Es klingt einfach seltsam. Es ist auch am Arbeitsplatz so: Wenn jemand anfängt zu reden und sagt: “Folgendes steht bei mir an: nanana”, dann denke ich mir: “Okay gut für dich. Warum soll mich das jetzt interessieren?”. Wenn mein Gegenüber aber fragt: “Was steht bei mir an?”, dann stelle ich mir blitzschnell gedanklich die Frage, “weiß ich nicht, was steht denn bei dir an?”. Und dann kann gern das Bla bla kommen. Dann ist mein Interesse geweckt.

Aus diesen drei Gründen kann ich dir rhetorische Fragen nur ans Herz legen.

7. Frage dich: “Welche eine Sache will ich kommunizieren?”

Diese Technik habe ich bewusst ans Ende gepackt, weil es eine entscheidene ist. Wenn du diese Technik meisterst, wird sich vieles von deinen rhetorischen Künsten von selbst ergeben.

Die Idee ist simpel: Bevor du anfängst zu sprechen, fragst du dich, welche eine Sache du kommunizieren willst.

Wenn du in der Uni oder Schule eine Frage stellen willst: Stell diese Frage und hör auf zu reden. Wenn du in der Dorfversammlung mehrere Gedanken zu äußern hast, such das Wichtigste aus, sprech es an und hör auf zu reden.

Sag nicht: “Wir müssen den Fußgängerweg ausbauen, weil so und so und so unso. Und wir müssen das machen weil x, y und z. Und wir müssen…”
Nein.
Bring ruhig das wichtigste deiner Anliegen vor.
“Wir müssen den Fußgängerweg an der Hauptstraße ausbauen. Warum? Kinder laufen dort zur Schule entlang, und es kann nicht sein, dass sie nicht mal einen Meter von den vorbeifahrenden Autos entfernt sind. Wir alle wissen, dass Kinder gern mal spielen und rumturnen.” PUNKT.

Heißt ja nicht, dass du alle deine restlichen Gedanken verwerfen musst, du hebst sie einfach für einen besseren Zeitpunkt auf.

Ebenso, und da kommen wir wieder zurück zum Storytelling, wenn du eine Geschichte erzählen willst, dann halte es bitte simpel. Bau kein verworrenes Gestüpp an Rand-Nebencharakteren und sekundären Handlungssträngen auf. Es ist mehr als frustrierend, so etwas zu folgen zu versuchen.
Hah, ich habe gerade dieses Meme vor Augen von dem irren Verschwörungstheoretiker vor der Pinnwand, mit all den verschiedenen Orten, Personen und Zeitungstexten mit Fäden verbunden. Wenn das dich beschreibt, wenn du eine eigentlich simple Geschichte erzählst, dann bitte ich dich: Halte es simpel. Es ist zu unser aller Besten.

Überleitung

Prima, dann haben wir es geschafft. Das waren sieben Techniken, mit denen du eine Stimme entwickeln kannst, die gehört wird.

Kommen wir nun zurück zu Tobi! Wir drehen die Zeit zurück, und schauen, ob diese Tricks ihm helfen können. Kann Tobi den Vorstand bei Bermuda davon überzeugen, dass in ihren Lagerhallen das Licht eingeschaltet wird, oder werden sie für alle Ewigkeit in kompletter Dunkelheit darben? Finden wir es heraus.

Ganz kurz noch: Ich hoffe doch sehr, dass du Tobi deine Unterstützung gezeigt hast, indem du den Podcast abonniert und dich für den ganz besonderen Charakter-Marke-Eigenbau-Newsletter angemeldet hast? Super. Dann kann es los gehen.

Tobis glorreiche Rückkehr

Geräusch, wie wenn ein Tonband zurückgespult wird

MODERATOR: Danke schön, für diesen, spannenden, Vortrag, Herr… Ja, bevor wir in die Mittagspause gehen, gibt es noch dringende Themen, die es zu besprechen gilt?
TOBI: Ja, ich möchte etwas ansprechen. Nämlich etwas, das ich als kritisches Problem der Firma sehe.
Was meine ich? Die extrem hohen Retourenkosten, durch die Bermuda jährlich Beträge im Millionenbereich unnötigerweise verliert. Die Retourerate liegt bei aberwitzigen 93%. 93%, meine Damen und Herren.
Aber: Ich meine die Ursache, und viel wichtiger noch, die Lösung identifiziert zu haben.
Pause
Wer mich nicht kennt, mein Name ist Tobias Stulte, und ich arbeite seit 4 Jahren in der Lagerhalle in Furtburg. Wie Sie sicher wissen, wird in den Lagerhallen in kompletter Dunkelheit gearbeitet.
Werte Herren im Raum, wenn Sie nachts ins Badezimmer gehen ohne das Licht einzuschalten, was wird dann geschehen? Es wird vieles daneben gehen! Und genauso geschieht es auch in der Lagerhalle: Die Ware landet nicht dort, wo sie sein sollte.
Unser Unternehmen kann das besser. Was schlage ich vor? Wir müssen beginnen, das Licht in den Lagerhallen einzuschalten. So werden alle Waren dort landen, wo sie hingehören, die Kunden werden glücklich mit ihren Bestellungen sein, und die Retourekosten werden mindestens um 90% sinken.
Weitere Details meines Vorschlags können wir sehr gern beim Mittagessen besprechen. Was halten Sie davon?”
Stimmen, die sich leise unterhalten
Applaus ertönt.
TOBI: Danke, danke sehr! Vielen Dank.

Zurück in der Lagerhalle
TOBI: Wie Sie sehen, gibt es hier jetzt Licht. Keiner stößt sich hier mehr den Zeh – höchstens nur noch aus Nostalgiegründen. lacht
Mein Leben hat sich seit diesem Meeting komplett geändert. Ich wurde zum Leiter der Lagerhalle in Furtburg ernannt. Das bedeutet, dass die Frau Kempe nun als meine Stellvertreterin unter mir steht. Wie ihr das gefällt, das sehe ich nun oft genug an ihrem Gesichtsausdruck, jetzt, wo es hier auch Licht gibt!

Das hätte ich nicht ohne euch geschafft. Ich danke euch, wirklich, ich…[kurz vor den Tränen]…Danke!


Beitragsfoto von Felix Rostig auf Unsplash

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