Tu das, um den Groll in dir verrauchen zu lassen

Neid verleitet uns dazu, aus irgendeinem Grund zu denken, unser Leben würde besser werden, wenn es jemand anderem schlechter ginge. Ungezügelter Neid kann unser Leben vergiften – sei es unser eigener Neid, oder der von anderen.
Höre in dieser Podcastfolge, wie du Missgunst in anderen und dir selbst erkennst und zu deinem Vorteil ummünzen kannst.

Transkript

Neid und Missgunst: Sie fühlen sich an wie ein leise brodelnder Kessel in dir, der giftgrüne Bläschen spuckt.

Du magst es fühlen, wenn du durch die sorgfältig ausgewählten Fotos scrollst, die Leute auf Social Media posten – die perfekt inzenierten Urlaubsfotos, Hochzeitsfotos und tollen Neuigkeiten aus dem Leben fremder Menschen.
Du magst es fühlen, wenn du von der 1,0 hörst deines besten Freundes, mit dem du schon immer irgendwie in Konkurrenz standest.
Oder du magst es fühlen, wenn du im Fernsehen die wie aus dem Ei gepellten Models und Schauspieler siehst, an denen nicht ein Makel an ihrem Aussehen zu finden ist.

Wenn Neid und Missgunst über Jahre gehegt und gepaart werden mit dem unterschwelligen Gefühl der Minderwertigkeit, entsteht aus ihnen ein Schatten, der dich mehr und mehr vereinnahmt. Lass das ungezügelt für eine längere Zeit laufen, und du befindest dich auf dem direkten Weg in deine persönliche Hölle.

Neid ist ein tief menschliches Gefühl. Was erzählen die Christen über die ersten zwei echten Menschen auf der Welt, Kain und Abel? Der eine wurde neidisch auf seinen erfolgreicheren Bruder und brachte ihn um. Wer behauptet, noch nie Neid verspürt zu haben, ist einfach nicht ehrlich mit sich selbst.

In dieser Folge Charakter: Marke Eigenbau möchte ich erzählen, wie ich in letzter Zeit Neid und Missgunst persönlich im Leben beobachten konnte – in anderen, aber auch in mir, und wie ich sie direkt im Keim ersticken konnte. Im ersten Teil der Folge nenne ich zwei Schritte, die du nehmen kannst, um Neid in anderen zu erkennen. Im zweiten Teil verrate ich dir zwei Schritte, um Neid in dir selbst zu bekämpfen.

Neid und Missgunst in anderen erkennen

Letztens war ich zu Besuch bei einer guten Bekannten. Ich habe sie früh nach meiner Ankunft in Berlin im Hostel kennengelernt, und zu dem Zeitpunkt war sie einer meiner ersten und engsten Bezugspersonen in der Stadt.

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass wir uns auf anderem Wege kennengelernt hätten. Aber die Umstände und der Zufall machten uns zu Freunden. Ich habe keine Lust, für den Rest der Geschichte die ganze Zeit “sie” und “die Freundin” zu sagen, deswegen nennen wir sie jetzt einfach mal Laura. Das ist natürlich nicht ihr richtiger Name.

Vor etwa zwei Wochen lud mich “Laura” spontan am Ende eines Arbeitstages zum Abendessen bei sich Zuhause ein.
Wir verbrachten den Abend damit, über das Neueste aus unserem Leben zu erzählen, rissen ein paar Witze, lachten, es war ein netter Abend.

Als ich dann jedoch später zu Hause ankam, war meine Stimmung irgendwie so lala. Irgendwas stimmte nicht. Und als ich so über den Abend nachdachte, fiel mir eine Sache auf. Ich fragte mich, ob Laura sich über die guten Neuigkeiten in meinem Leben ehrlich freute.

Es gibt nämlich gute Neuigkeiten bei mir – ich arbeite an einer App, mit der man Gruppenaktivitäten in seiner Nähe finden kann. Es sieht so aus wie eine Mischung aus TikTok, Meetup und Tinder. Sie trägt den Arbeitstitel “Rudel”. Ich habe jetzt längere Zeit darauf hingearbeitet, und nun steht sie kurz vor der ersten Veröffentlichung, was mich total freut. Und das habe ich auch mit Laura geteilt. Doch mein Bauchgefühl sagte mir, dass sie mir insgeheim den Erfolg nicht gönne.

Höre auf dein Bauchgefühl

Das ist der erste Schritt, um Neid und Missgunst zu erkennen: Höre auf dein Bauchgefühl. Im Laufe des Erwachsenwerdens werden wir Menschen gut darin, unsere wahren Gedanken und Gefühle vor anderen zu verbergen. Wir fürchten uns davor, für unsere negativen Eigenschaften von anderen verstoßen zu werden – und wie ich in der Charakter-Marke-Eigenbau-Folge über Einsamkeit erzähle, ist unsere Angst vor der Ablehnung anderer evolutionsbedingt tief in uns verwurzelt.

Jeder weiß, dass Missgunst eine negative Eigenschaft ist. In unserer Kultur brandmarken wir Neid sogar mit dem ominösen Begriff der “Todsünde”. Die Psychoanalystin Melanie Klein schrieb in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, dass Neid schon ganz früh am Anfang unseres Lebens beginnt, nämlich wenn wir als Babys uns die Aufmerksamkeit der Mutter mit unserem Vater oder den Geschwistern teilen müssen.

Später, als größere Kinder, sehen wir die Missbilligung im Gesicht unseres Onkels, wenn wir sein Weihnachtsgeschenk verschmähen, weil unser Bruder etwas bekommen hat, was wir lieber haben wollen. Wir bemerken, dass die anderen Kinder nicht mit uns befreundet sein wollen, wenn wir offen neidisch und missgünstig sind, wenn sie uns ihre neue LEGO-Burg zeigen.

Und so lernen wir schnell, diese Gefühle vor anderen geschickt zu verbergen. Mit verdeckten, manipulativen Verhaltenweisen schaffen wir es trotzdem, unseren Neid auf giftigen Wegen an den Mann zu bringen, ohne dafür die soziale Ächtung befürchten zu müssen. Wenn du Opfer dieser manipulativen Manöver wirst, wirst du es aber unbewusst merken, wie ein Gift, das langsam wirkt – und am Ende des Abends wirst du wie ich ein ungutes Gefühl haben. Darum lautet der erste Schritt, um Neid und Missgunst zu erkennen: Hör auf dein Bauchgefühl.

Die verschiedenen Typen des Neids

Was ebenfalls hilft, ist Menschenkenntnis. Es gibt einen brillianten Autor, den ich gern empfehle, namens Robert Greene. Greene hat in seinem Leben dutzende Jobs gehabt, hat unzählige verschiedene Menschen kennengelernt und in seinem Lebenswerk die Psychologie und sozialen Dynamiken zwischen Menschen in Worte gefasst.

Er spricht auch über die verschiedenen Typen von neidischen Menschen. Laut Greene lassen sich die meisten Typen von Neid in eine dieser Kategorien einordnen.

Je mehr ich über den Abend mit Laura nachdachte, erkannte ich, dass Laura das ist, was Greene als “Leveler” bezeichnet – zu übersetzen mit “der Planierer”, bzw. “die Planiererin”, im Sinne von “planieren”, also den Boden ebnen.
Die Planiererin scheint auf den ersten Blick sympathisch und humorvoll. Sie ist gut darin, Witze über die Mächtigen und Hochnäsigen zu reißen. Wenn man aber unter die Oberfläche schaut, sieht man, dass die Planiererin ein zerbrechliches Ego hat, das es nicht ausstehen kann, Exzellenz in anderen zu sehen, besonders in ihren Mitmenschen. Wer etwas im Leben erreicht hat, lässt die Planiererin sich selbstunsicher fühlen. Deswegen bezichtigt sie die Erfolgreichen als “karrieregeil”, oder als welche, die das System ausgetrickst hätten, oder einfach unfaires Glück im Leben gehabt hätten.

Mit diesem mentalen Modell von Laura als Planiererin sah ich dann drei Puzzlestücke, die mir im Laufe des Abend wenig aufgefallen sind, die im Nachhinein aber dann Sinn ergaben.

Zum Beispiel: Laura wohnt in einer internationalen WG, und spricht selber auch muttersprachlich Englisch. Als wir dann mit einem ihrer Mitbewohner gesprochen haben, meinte der zu mir auf Englisch: “Patrick, wo kommst du eigentlich her? Du kannst ziemlich gut Englisch sprechen”. Und noch bevor ich auch nur ein Wort sagen konnte, sagte Laura direkt: “Oh, die meisten Deutschen sprechen gutes Englisch”.

Und hier kommt der zweiter Schritt ins Spiel, um Neid und Missgunst in anderen zu erkennen. Achte nicht auf die Worte, sondern auf die Intention hinter ihnen. Warum hat Laura das gesagt? Was sie gesagt hat, ist natürlich richtig – die meisten jungen Menschen in Deutschland sprechen gutes Englisch. Aber wie und warum sie das gesagt hat ist das Entscheidene hier.

Stell dir vor, ich hätte einen Kuchen gebacken, und ihr Mitbewohner hätte einen Bissen davon genommen und gesagt: “Boah, der ist echt gut – sag mal, backst du häufiger?”. Und sofort sagt Laura: “Oh, es gibt viele gute Bäcker auf der Welt”. Das Kompliment bedroht das Ego der Planiererin, und unverzüglich zieht sie einen wieder runter, damit sie sich nicht minderwertig fühlen muss.

Das war eins von drei Puzzlestücken, die ich dann im Nachhinein bemerkt habe.

Das Zweite war, als der gleiche Mitbewohner darüber sprach, dass es schwierig sei, andere Leute zu finden oder kennenzulernen, gerade wenn man neu in der Stadt ist, und wenn man zum Beispiel irgendwas plant, zum Beispiel in den Park zu gehen, dann gibt es keine Möglichkeit, spontan dafür andere zusammenzutrommeln. Und das ist genau das Problem, das meine Rudel-App lösen will, wirklich – es war, als hätte ich ihm Geld bezahlt, damit er genau das sagt. Und das zu hören ist der Traum für jeden, der ein Produkt entwickelt – dass du genau die richtige Lösung für das Problem anderer Menschen hast.

Und wieder, bevor ich irgendetwas sagen konnte, meinte Laura in diesem Tonfall: “Urghhh, das ist genau das, was seine App macht.. “, und ich so: “Ja, das wollte ich auch gerade sagen”, und sie sagte dann: “Ich weiß, es hat mich schon genervt, dass er genau deine App beschrieben hat”.
Und ich dann: “Warum hat dich das genervt?”. “Weil ich schon das selbstgefällige Grinsen in deinem Gesicht gesehen habe”.

Wahrscheinlich hatte sie recht, und ich habe über beide Ohren gegrinst. Aber warum auch nicht? Es war ein guter Moment für mich. Die Planiererin kann das aber nicht aushalten. Sie kann es nicht aushalten, wenn jemand einen Grund hat, sich zu freuen, und ihre Missgunst muss sie mit dem aus der Luft gegriffenen Grund rechtfertigen, ich wäre selbstgefällig.

Ich muss sagen, das hat mich auch in dem Moment schon stutzig gemacht. Wirklich klick gemacht hat es aber erst mit dem letzten Puzzlestück – ein sehr gut verborgenes, und umso hinterhältigeres Werkzeug im Schweizer Taschenmesser der neidischen Person: Der Schlechte Ratschlag.

Im Laufe des Abends fing Laura an mir vorzuschlagen, ich könne meine App ja zu einer Art Reise-App machen. Wenn man durch die Welt reist, soll man damit dies oder jenes machen können, keine Ahnung was, ich habe nicht wirklich zugehört. Es war nämlich überhaupt nicht relevant.

Man muss sich vor Augen halten, dass ich A kurz vor der Veröffentlichung meiner eigentlichen Idee stehe, und B gerade jemand indirekt bestätigt hat, dass ich an einer guten Sache arbeite. Es ist so, als würde jemand sagen: “Oh man, wir brauchen echt mehr Ärzte”, während du kurz vor deinem Abschluss im Medizinstudiums stehst und dann bekommst du plötzlich den Rat, du könntest ja mal eine Ausbildung zum Maler und Lackierer machen. In dem Kontext ist es einfach nur ein schlechter Ratschlag.

Und das ist eine teuflisch schlaue Art der Sabotage. Du versuchst, eine Person so zu manipulieren, dass sie von dem guten Weg abkommt, auf dem sie sich gerade befindet – ohne, dass dir irgendjemand böse Absichten unterstellen kann, weil du ja bloß einen “wohlgemeinten” Ratschlag unter Freunden gegeben hast.

Das waren die drei Puzzlestücke. Ich möchte betonen, dass ich Laura gar nicht besonders böse bin. Hass, Neid und Missgunst kontrollieren uns, beherrschen uns, wenn wir sie nicht im Zaum halten. Doch es ist in jedem Fall wichtig, diese Gefühle in anderen zu sehen. Auch, wenn es nachvollziehbar und menschlich sein mag, es sind Gefühle, von denen du dich unbedingt distanzieren musst, denn sie saugen die positive Energie aus dir heraus. Es ist wie Gift.

Kann Laura ihr Verhalten ändern? Sicherlich, aber das muss von ihr kommen. Es ist keine schlechte Angewohnheit, wie Schmatzen, die man einfach abstellen kann, wenn man darauf achtet. Eine Planiererin zu sein entstammt einer tiefsitzenden Selbstunsicherheit, und der muss Laura ins Gesicht sehen.

Damit kommen wir zum zweiten und letzten Teil dieser Podcastfolge: Was kann ich tun, wenn ich selbst Neid und Missgunst verspüre? Wie kann ich aufhören, neidisch auf andere zu sein? Oder noch besser: Wie kann ich den Neid in mir zu meinem Vorteil umkehren?

Teil 2: Neid und Missgunst in dir selbst bekämpfen

Wenn wir von Neid sprechen, dann sagen wir das Wort “Missgunst” meistens direkt dazu, weil wir sie in die selbe Kategorie einordnen. Bisher habe ich das in dieser Podcastfolge auch getan.

Wir meinen damit die destruktive Kraft des Neids: Wir wollen, dass die Person das verliert, worum wir sie beneiden. Wir gönnen es ihr nicht. Oder wir wünschen uns, dass der Person etwas anderes Schlechtes passiert. Wir wollen Schadenfreude spüren, und wir denken aus irgendeinem Grund, dass das Unglück anderer unser Leben verbessern würde.

“Es ist aber auch manchmal ziemlich unfair”, mag man denken. “Manchen Menschen fliegt einfach so alles zu im Leben”. Daran ist eines richtig, und eines wohl eher nicht. Das Leben ist unfair, weil eine gewisse Zufälligkeit darin liegt. Wo du geboren bist, in welcher Gesellschaftsschicht, wie groß du wirst, auf viele Dinge hast du einfach keine Auswirkungen, und da hat man keine andere Wahl, als das zu schlucken.

Es steckt aber auch eine Art blinder Naivität im Gefühl des Neids, und zwar dass wir denken, dass weil eine Sache für eine Person außergewöhnlich gut läuft, auch alles andere für die Person fantastisch läuft. Wenn jemand zum Beispiel superreich ist, sprechen wir ihm jede Möglichkeit ab, dass sein oder ihr Leben schwer oder sogar unangenehm sein könnte. Und wenn die superreiche Person sich jemals über ihr Leben beschweren sollte, bekommt sie null Mitgefühl, oder sogar weniger, von der Öffentlichkeit.

Wenn man lange genug gräbt, findet man bei jeder Person ein Teil ihres Lebens, die nicht gut läuft, vielleicht sogar schlechter als bei einem selbst. Das ist also der erste Schritt, den ich dir nennen will, um Neid in dir zu bekämpfen: Sieh Ungleichheit so, wie sie ist: normal. Die Welt ist unfair und zufällig. Dass du etwas nicht hast, was andere haben, bedeutet nicht, dass die Welt es gezielt auf dich abgesehen hat. Und bedenke, dass du unter der scheinbar perfekten Fassade des Objektes deines Neids sehr viel Mist nicht siehst.


Am Anfang der Folge habe ich bereits angeteasert, dass auch ich selbst Neid verspürt habe, was gar nicht so lang her ist. In meinem Netzwerk hat ein Startup in der Kohorte eines sogenannten “Accelerators” gestartet. Accelerators sind Programme, bei denen eine Gruppe von Startups Mentoring und andere Ressourcen zur Verfügung gestellt bekommen, um ihre Unternehmen schnell wachsen zu lassen. Der Auswahlprozess ist äußerst selektiv, und so war ich interessiert daran, was an dem Startup dran ist, das in meinem Dunstkreis es da rein geschafft hatte.

Ich habe es also mal gegoogelt, und habe dann herausgefunden, dass die Mitgründerin des einen Startups erst 20 Jahre alt ist, sie hat ihr Abitur und bereits zwei (!) – in Zahlen: 2 – Bachelorabschlüsse und es ist bereits ihr zweites Startup, und das mit 20 Jahren.

Das ist ein enormer Lebenslauf für eine so junge Person. Und was ich in dem Moment gefühlt habe, als ich das las, sah ich auch in einigen Kommentaren über einen Medienartikel über sie. Ich zitiere: “Da bekommt man ja direkt Minderwertigkeitsgefühle”.

Ja. Ich dachte dann auch, “was habe ich mit 20 geschafft?”. Und da kam dann der Neid in mir zum Vorschein. Ich habe dann tatsächlich das gemacht, wozu ich dir eben geraten habe: Die Ungleichheit mit ehrlichen Augen zu betrachten.

Offensichtlich hat sie schon in jungen Jahren viele Meilensteine erreicht. “Aber”, dachte ich dann, “sie hat bestimmt nicht in allen Bereichen mehr Erfolg als ich. Ich habe schon das und das gemacht, was sie bestimmt nicht hat, und ich kann jenes, und sie nicht”.
Du siehst, mit dem Mindset war ich wenigstens nicht in diesem galligen, destruktiven Groll gefangen, wo man einfach nur will, dass die andere Person das verliert, was sie bereits hat. Ich war diesen einen Schritt weiter, wo ich immerhin sehen konnte, dass auch ich Qualitäten habe, die ich nicht außer Acht lassen sollte.

Trotzdem – besonders ausgeglichen und charakterstark klang das noch nicht. Ein letzter Schritt, um Neid in mir direkt im Keim zu ersticken, fehlte noch, und den habe ich direkt darauf getan.

Was ist der konstruktive Neid?

Es gibt nämlich noch eine weitere Ausprägung des Neids, die wir häufig außer Acht lassen. Eine, die nichts mit Missgunst zu tun hat. Es ist der konstruktive Neid. Neid, den du als Grundgerüst für dein Wachstum und deine Ambition verwenden kannst.

Als ich ein Video-Interview mit der jungen Entrepreneurin schaute, sah ich eine kluge, freundliche, sympathische Person. Es gibt gar keinen Grund, warum ich ihr keinen Erfolg im Leben wünschen sollte. Ihr Leben hat gar nichts mit meinem zu tun. Ich befinde mich auf einem guten Pfad in meinem eigenen Leben, und werde diesen Pfad weiter beschreiten. Schon bald werde ich mir etwas aufgebaut haben, auf das ich stolz und zufrieden sein kann.

Sofort verrauchte jeder möglicher Groll in mir. Das ist der letzte Schritt, um Neid in dir zu bekämpfen: Kanalisiere deinen Neid. Richte den Blick zurück auf dich selbst, lenke den Neid um und benutze ihn als Werkzeug. Er beinhaltet nämlich eine enorm wichtige Information für dich: Aus deinem Neid kannst du ablesen, was du für erstrebenswert hältst.

Werde dir klar, auf welche Eigenschaft du in anderen Menschen neidisch bist, und plane, wie du es selbst erreichen kannst.

Das ist der Schritt, den die destruktiven Neider dieser Welt nicht nehmen, mit dem du aber überlegen sein wirst. Es ist eins der universellen Wahrheiten im Leben: Wenn du weißt, was du willst, wirst du einen Weg finden, es zu bekommen.

Die Alternative ist keine

Führe deinen Plan mit Überzeugung und Gewissenhaftigkeit aus. Denn was ist die Alternative? Möchtest du stattdessen den Hass, den Groll und die Missgunst dich verzehren lassen und innerlich zerstören lassen, während du im Schatten darauf wartest, bis die eine Person, auf die du neidisch bist, einen Fehler macht, damit du aus deiner Höhle springen kannst um die Person zu treten, während sie am Boden liegt? Ist dir das lieber? Möchtest du lieber diese Art von Person sein?
Falls ja, dann viel Spaß damit, aber dich erwartet ein Leben voller verbrannter Erde, in der du niemals bedingungsloses Glück verspüren wirst.

Wandle Neid in positive Veränderung und Wachstum in deinem Leben um. Werde dir bewusst, was du im Leben erstrebens- und beneidenswert findest, bereite dir einen Plan vor, genau das zu erreichen, und führe deinen Plan aus, egal wie lange es dauert. Schau dabei auf deinen eigenen Teller, statt auf den eines anderen. Die einzige Person, mit der du dich vergleichen solltest, ist wer du gestern warst, nicht mit der, die irgendwer heute ist.

So wirst du über Neid und Missgunst triumphieren.


Beitragsbild von Maria Lupan auf Unsplash

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