Stoizismus – Vernichte Stress, finde ungeahnte Stärke – eine immersive, persönliche Geschichte

Patrick ist in eine neue Stadt gezogen, und hat sich dort mehreren Herausforderungen entgegen stellen müssen. Wie der Stoizismus ihm dabei half, sie zu meistern, erfährst du in dieser Folge von Charakter: Marke Eigenbau.


Shownotes

Das hörst du in dieser Folge Charakter: Marke Eigenbau

  • Was mich in den letzten Wochen herausgefordert hat und wie ich es meisterte
  • Was der Grundgedanke des Stoizismus ist und warum er unheimlich wertvoll für dich sein wird
  • Welche Techniken des Stoizismus ich regelmäßig praktiziere
  • Welches Geschenk ich für dich parat habe

Musik, die ich verwendet habe

Meine Musik beziehe ich von Epidemic Sound. Dort gibt es eine RIESIGE Bibliothek an fantastischer Musik und Soundeffekte für so gut wie jede Produktion. Alles, was du im Podcast hörst und nicht meine eigene Stimme ist, stammt von Epidemic Sound.
Für eine monatliche Pauschale darf man so viele Lieder und Soundeffekte in seiner Produktion verwenden, wie man will – wie Podcasts, Videos, Hörbüchern, …

Wenn du diesem Link hier folgst und dich anmeldest, bekommst du einen kostenlosen Probezeitraum und ich bekomme eine Vergünstigung auf mein laufendes Abonnement. Es handelt sich also um einen Referrerlink. Wenn du diesen Podcast unterstützen willst, dann ist das eine prima Möglichkeit dafür. Schau gern rein!

[01:33]: Reviving – Megan Wofford
[07:21]: No Clues Left – Arthur Benson
[11:59]: Could you Swing – White Bones
[16:24]: Caught in the Waved – Trevor Kowalski
[24:42]: Room 622 – Franz Gordon
[34:01]: La Danse Lente – OTE

Kapitelmarken

[01:33]: Stoizismus – Das Werkzeug großer Persönlichkeiten der Geschichte
[05:41]: Eine Frage, die mein Leben der nächsten Jahre bestimmen sollte
[16:24]: Stoische Technik Nummer 1: Memento mori
[24:35]: Stoische Technik Nummer 2: Journaling (Morgenseiten)
[30:26]: Stoische Technik Nummer 3: Die Dankbarkeitsübung

Nützliche Links

Höre diese Aufnahme jeden Morgen, um den Tag mit einem Superhelden-Mindset zu starten: Klicke hier für den Download (7MB). Mein Geschenk an dich!

The Daily Stoic – DER Blog, wenn es um Stoizismus als Werkzeug im alltäglichen Leben geht. Von Ryan Holiday, mehrfacher Bestseller-Autor.

Mehr über die Morgenseiten vom “Schreiben hilft”-Blog – Eine gute Übersicht, wenn man in das Thema einsteigen möchte.

Weitere Dankbarkeitsübungen von Anne Kluger


Transkript

Flotte-Fünf-Newsletter

Hallo! Willkommen zu einer weiteren Folge Charakter: Marke Eigenbau. Ich bin Patrick. Meine Aufgabe ist es, dir die Werkzeuge, Techniken und Tricks an die Hand zu geben, die du für ein ambitioniertes Leben brauchst.

Bevor wir mit der Folge starten, möchte ich dich um eine Sache bitten: Falls dir der Podcast gefällt und du ihn hilfreich findest, dann würde ich mich freuen, wenn du ihn bei Apple Podcasts bewertest und ihn teilst. Das hilft eine riesige Menge, wirklich!

Was ich dir ans Herz legen möchte, ist meine “Flotte-Fünf”-Mailing-Runde. Jeden Mittwoch sende ich 5 kurze Punkte rum, nämlich zwei Ideen von mir, zwei Experimente für die kommende Woche und eine Frage für dich zum Reflektieren. Keine Werbung, bloß eine schnelle Dosis an Gedankenanstößen und direkt umsetzbaren Ratschlägen, direkt in dein E-Mail-Postfach jeden Mittwoch. Zusätzlich sende ich Neuigkeiten zu meinen aktuellen Projekten und meinen sonstigen Tüfteleien rum. Komplett kostenfrei und du kannst es jederzeit abbestellen.

Probier es gern aus! Es ist die Mailingrunde, die ich gern in meinem Postfach sehen würde.
Die Möglichkeit zum Anmelden findest du auf www.charaktermarkeeigenbau.de, alles zusammen geschrieben, so wie man es hört. Natürlich findest du auch einen Link dazu in den Shownotes und der Episodenbeschreibung.

Also dann, viel Spaß mit der Folge!

Stoizismus: Die Philosophie für die, die keine Lust auf Philosophie haben

Stoizismus. Die Lebensphilosophie für alle, die Philosophie sonst langweilig finden. Für die, die keine Lust auf trockenes, akademisches, hochtheoretisches Gelaber haben. Zum Beispiel Fragen wie “Was ist Sprache?” oder “Definiere ‘definieren'”.
Nein, Stoizismus ist für die Praktiker, für die, die nach tatsächlich umsetzbaren Ratschlägen mit handfesten Ergebnissen suchen, um ihr tägliches Leben und das seiner Mitmenschen zu bereichern.

Sieh es an als das Betriebssystem für deine Seele in einer stressigen Welt. Stoizismus stärkt dein mentales Immunsystem und macht dich resilient gegenüber Furcht, Druck, und Chaos.
Ebenso ist es eine Philosophie, die auf Philanthropie fußt – menschenfreundliches Handeln. Du möchtest ein guter Mensch sein, nicht um dich selbst besser zu fühlen, sondern weil du ein guter Mensch für deine Mitmenschen sein willst.

Sei die Veränderung, die du in der Welt sehen willst.

Sagte damals Mahatma Gandhi so wundervoll, und das trifft auch ein Kernanliegen des Stoizismus.

Große Persönlichkeiten der Menschheitsgeschichte schwörten auf diese Philosophie. Es war ihr mentales Grundwerkzeug zum Lösen ihrer Probleme und zum Erreichen ihrer größten Triumphe. George Washington, Thomas Jefferson, Friedrich der Große, Königin Agiatis von Sparta, sie alle nutzten den Stoizismus als ihren moralischen Kompass.

Admiral James Stockdale, einem hochrangigen Marine-Offizier und Kriegsgefangenen in Nordvietnam, rettete der Stoizismus nach eigenen Angaben das Leben. Er wurde acht Jahre lang brutal gefoltert, musste vier Jahre in Einzelhaft verbringen und zwei Jahre in Fußschellen. Dieses extreme Leid vermochte er nur aushalten, indem er sich unablässig die Kernglaubenssätze des Stoikers vor Augen hielt.

Die antike Weisheit der Menschheitsgeschichte wurde gelernt, dokumentiert und weitergereicht von Sklaven, Schriftstellern, Politikern, Soldaten und sogar Kaisern. Ihre Grundwurzeln hat sie, der Sage nach, im Orakel von Delphi. Wir haben das Glück, dass die beste und handlungsorientierteste Form dieser Weisheit nun uns überliefert wurde – nämlich im Stoizismus.

Wie du diese Weisheit für dich nutzen kannst, um selbst stressresistent, gefestigt und ein guter Einfluss für deine Mitmenschen zu sein, das erzähle ich dir in dieser Folge von Charakter: Marke Eigenbau.

Das tue ich in einer sehr persönlichen, nahen Form, da der Stoizismus für mich in den letzten Wochen eine entscheidende Rolle in meinem Leben gespielt hat. Ich sah mich konfrontiert mit Unsicherheit, Chaos, Zweifel – aber zu einem guten, notwendigen Zweck. Mehr denn je hielt ich mich fest an den Grundtugenden des Stoikers.

Drei konkrete Techniken waren mir die größte Hilfe, um diese stressige Zeit zu überstehen, und darum möchte ich sie nun mit dir teilen.
Eigentlich hatte ich eine andere Podcastfolge für heute geplant, aber dieses Thema war mir derart präsent, dass ich unbedingt sofort darüber sprechen wollte.

Es wird also eine immersive Erzählung durch mein derzeitiges persönliches Leben. Ich lasse hier absolut die Hosen runter. Ich bin schon etwas nervös, und ich verlasse hier definitiv meine Komfortzone. Aber es dient dir umso mehr, denn es wird deutlich, dass der Stoizismus tatsächlich handfeste Hilfe im Leben bieten kann. Und sowieso, je persönlicher, desto bewegender ist eine Story.

Lass uns also anfangen.

Meine Reise nach Berlin

Vor einigen Monaten begann mir eine wichtige Frage im Kopf herumzuspringen. Eine Frage, die mein Leben der nächsten Jahre bestimmen würde. Nämlich die Frage: “Wo soll ich leben?”.
Es standen einige Kandidaten im Raum – zeitweise stand Leipzig sehr hoch bei mir im Kurs, weswegen ich dort auch einen Monat dort gelebt habe. Ich bin es wie ein Experiment angegangen – einfach mal einen Monat Leipzig ausprobieren. Wie Ralph Waldo Emerson sagte:

Das ganze Leben ist ein Experiment. Je mehr Experimente du machst, desto besser.

Nach einer darauffolgenden Deutschlandtour im Schnelldurchlauf habe ich mich Anfang Oktober diesen Jahres entgültig entschieden.
Berlin.
Es sollte Berlin werden.

Als Kind war ich oft in der Stadt, da zwei meiner Schwestern dort gelebt hatten. Ich hatte sie dann gern in den Sommerferien besucht. Also verbinde ich mit der Stadt gute Erinnerungen an Ferien, Freizeit und Sommersonne. Natürlich ist das kein Grund für mich, dorthin zu ziehen. Aber ein kleiner Bonus.

Nein, der wirkliche Grund für mich sind berufliche Ambitionen. Anfang des nächsten Jahres werde ich ein aufregendes Projekt mit hochgesteckten Zielen beginnen. Wie bei allen großen Dingen lässt sich dieses Projekt aber nicht allein verwirklichen, und gleichgesinnte Menschen werde ich am ehesten in Berlin finden. Es ist der beste Ort für mein Vorhaben.

Entschuldige bitte meine kryptischen Aussagen mit den Worten “Projekt” und “mein Vorhaben”, aber es ist taktisch unklug jetzt schon komplett offen darüber zu reden. Lass mich nur andeuten, dass es mit Audio und mit der Blockchain-Technologie zu tun hat.
In der Zukunft werde ich es hier im Podcast offener thematisieren. Falls du jetzt schon daran interessiert bist, auf dem Laufenden gehalten zu werden, allgemein was meine aktuellen Projekte, Ziele und Gedanken angeht, dann solltest du dich für den “Flotte-Fünf-Mittwoch” anmelden. Im engeren Kreis der Abonnenten spreche ich transparenter und ausführlicher. Es ist die beste Art, um mit mir im engen Kontakt zu sein.

Zurück aber zu meiner Entscheidung für Berlin.

Ein paar Dinge gab es natürlich direkt zu klären. Das erste, und das prominenteste Thema, war der Wohnungsmarkt in Berlin. Falls du es nicht weißt: Es ist die Hölle für Wohnungssuchende derzeit. Eine sehr harte Nuss zu knacken. Mehr dazu aber gleich.

Das zweite Thema für mich war der Ort zum Arbeiten. Ich bin ein großer Fan von Coworking-Spaces, bisher habe ich in vier verschiedenen mal gearbeitet. Ich verbringe dort gern viel Zeit, hauptsächlich, weil ich überdurchschnittlich viel arbeite, aber auch, weil ich mir welche aussuche, an denen ich mich wohlfühle.

Und das dritte Thema war eins, das mich erst einholte, als ich mitten in Berlin war. Es hat mich etwas aus der Bahn geworfen, weil es komplett unerwartet kam. Aber auch dazu später mehr.

Der Wohnungsmarkt

Vor einigen Jahren scheint es noch nicht so schwer gewesen zu sein, eine Wohnung in Berlin zu finden. Sie sollen günstig gewesen sein, angeblich. Das kann man jedenfalls nicht von heute behaupten. In meiner kurzen Zeit in Berlin durfte ich schon Leute kennenlernen, die seit 4 Monaten, 6, 9, sogar 12 (!) Monaten eine Wohnung oder eine WG suchen, und das bisher ohne Erfolg. Kannst du dir das vorstellen? Es ist verrückt. Ich wusste aber direkt, dass das für mich keine Option ist.

Anfangs bin ich noch naiv an die Sache herangegangen und habe bei den zwei beliebtesten Online-Plattformen für Wohnungssuche, Immobilienscout und WG-Gesucht, nach Inseraten geschaut. Damals saß ich noch in meiner Heimat und dachte mir noch, ach, so schwer kann es ja nicht sein.
Tja. Ich stellte schnell fest, dass es rein gar nichts bringt, aus der Ferne diese Inserate anzuschreiben. Gerade bei WGs will man dich persönlich kennenlernen, du musst also bereits in der Stadt sein. Das kann ich aber auch verstehen. Als ich nach einem oder einer MitbewohnerIn in Hamburg gesucht habe, habe ich auch nur die eingeladen, die ich persönlich kennenlernen konnte.

Nachdem eine WG mir sehr freundlich in einer langen Nachricht erklärt hatte, dass sie mich gern eingeladen hätten, wenn ich denn in der Stadt gewesen wäre, wusste ich: “Okay, das geht so nicht weiter”.

Mit nur sechs Tagen Vorlaufzeit buchte ich ein Bett in einem Berliner Hostel in einem Acht-Personen-Schlafsaal für den gesamten November.
Mein Plan war es, mir einen Monat lang Zeit zu nehmen, um vor Ort zu allen möglichen WG- oder Wohnungsbesichtigungen zu gehen. Eins davon würde ich in einem Monat intensiven Suchens schon finden. So jedenfalls die Idee.

Der Acht-Personen-Schlafsaal

Ja, Acht-Personen-Schlafsaal. Ich weiß, was du denkst. In Leipzig habe ich mal zwei Nächte in einem Schlafsaal im Hostel verbracht, und das hat mir dort schon gar keinen Spaß gemacht. Irgendwie roch es dort so komisch im Raum, und es brachte mysteriöserweise gar nichts, die Fenster dort zu öffnen. Aber hey, dachte ich mir, um das Thema Wohnungssuche abzuschließen, was ist da schon ein Monat Hostelleben?

Man könnte also sagen, dass für mich die Uhr lief. Einen Monat Zeit für die Wohnungssuche, sonst.. Ja, was sonst? Ich hatte keine Lust, darüber nachzudenken. Klar, irgendeine Lösung gibt es immer, aber lieber einfach etwas rechtzeitig finden.

Das Achter-Bett-Zimmer erwies sich überraschenderweise als gar nicht schlimm. Wirklich, eigentlich sogar ganz spaßig. Auf jeden Fall lernt man dort schnell viele neue Leute kennen. In nur kurzer Zeit trank ich Bier mit einem Iren, philosophierte mit slowenischen Medizinstudenten, und sang Karaoke mit einer Kanadierin. Nicht zuletzt wurde ich auch zu den Freimaurern eingeladen, was ich dankend ablehnte.

Nein, es war schon eine gute Zeit. Aber das Thema mit der Wohnungssuche drückte mir dennoch auf den Schuh.
Ich würde mich selbst keinesfalls als Planer bezeichnen, ich habe aber gern wenigstens eine ungefähre Ahnung, wo es für mich hin geht. Zu viel Unsicherheit stellt meine Geduld auf die Probe.
Und mit jedem Tag, den ich noch immer erfolglos bei der Wohnungssuche blieb, stieg für mich die Unsicherheit. Die ersten 10 Tage in Berlin verbrachte ich mit dem, was alle tun – ich habe weiterhin auf Inserate im Internet geantwortet und den Leuten erzählt, warum ich der bestgeeignetste Mieter, oder der coolste Mitbewohner wäre. Ich machte auf meine Kreditwürdigkeit, beziehungsweise meine WG-Erfahrung aufmerksam, dass ich Privatssphäre schätzen kann, aber bei einem Spieleabend immer dabei wäre, bla bla bla, eben das, was alle schreiben.

Lass uns ehrlich sein – das bringt nichts. Und irgendwie wusste ich das auch schon vorher. Ich wusste, dass es für eine Wohnung oder ein Zimmer dreistellige Zahlen an Bewerbern gibt. Die Chancen stehen nicht gut. Aber es ist einfach und bequem – es ist leicht, von zuhause aus einige nette Zeilen aus den Fingern zu saugen und zu hoffen, dass sich aus der Nachricht was entwickelt.
Ich war allerdings bequem und hielt an der Hoffnung fest, mit der leichten, konventionellen Taktik, auf Inserate zu antworten, würde ich erfolgreich sein. Ich war träge.

Wie sich meine Wohnungssuche schlagartig änderte

Bis eines Abends, als ich in der Lobby des Hostels saß und seufzend die mindestens fünfzigste Anfrage für eine 1-Zimmer-Wohnung auf Immobilienscout absendete, ohne überhaupt daran zu glauben, dass sich daraus etwas ergeben würde. Neben mir saß meine Karaokekumpanin, die Kanadierin. Sie fragte mich auf Englisch, was ich tue, und ganz nebenbei meinte sie, dass sie sich bei der Wohnungssuche keine Sorgen mache. Sie hätte schon zwei gute Chancen auf Wohnungen gehabt, ohne sich wirklich Mühe gegeben zu haben.

Ich nahm direkt die Kopfhörer ab und war ganz Ohr. “And how did you do that?”, fragte ich. Ach, sie hätte bloß ein paar Einheimische in der Stadt kennengelernt und immer nebenbei erwähnt, dass sie nach einer Wohnung suche. Einfach so hätten ihr dann direkt zwei Leute jemanden empfohlen, der oder die nach Nachmietern suchen würden. Sie habe aber sowieso immer Glück, was Wohnungen angeht, meinte sie.

Das war alles, was ich hören musste. Ich hatte sowieso die Hypothese, dass die meisten Wohnungen oder Zimmer nicht inseriert werden. Wenn ich ein Vermieter wäre, würde ich einen Makler engagieren, der oder die gegen Geld Wohnungsbesichtigungen organisiert, sobald die Wohnung leer ist? Oder würde ich einfach die NachmieterIn nehmen, die von meiner derzeitigen MieterIn vorgeschlagen wird, ohne die Wohnung leerräumen und mindestens einen Monat leer stehen zu lassen?
Klar, privat vorgeschlagene Nachmieter sind besser, und deswegen werden die allermeisten Wohnungen und Zimmer auch so weg gehen. Über persönliche Kontakte.

Ich klappte also den Laptop zu, verabschiedete mich von meiner kanadischen Bekannten und ging schnurstracks in Richtung Ausgang des Hostels. Ich hatte einen Plan.

Aber ich hatte auch Furcht. Denn ich müsste meine Komfortzone verlassen und etwas Unkonventionelles tun.

Und hier kommen wir zum Stoizismus. Die Stoa bezeichnet vier Tugenden als elementar für ein gutes Leben. Weisheit, Gerechtigkeit, Vernunft und auch Mut. Die Stoa bietet verschiedene Techniken, um diese Tugenden auszubilden. Eine davon verwende ich gern in meinem Leben, um den Mut für die Dinge zu finden, von denen ich zwar weiß, dass ich sie unbedingt tun sollte, die aber unbequem und riskant sein mögen. Handlungen, vor denen wir Angst haben. Ganz oft sind die Dinge, die uns Angst machen, die, die wir am ehesten tun sollten.

Die Technik nennt sich [[Memento mori]]. Aus dem Lateinischen übersetzt: Bedenke deine Sterblichkeit.

Es mag für nicht wenige Menschen morbide wirken, oder auch beängstigend, an seine Sterblichkeit zu denken.

Der Tod macht uns Angst, es macht uns traurig und wir wollen nichts damit zu tun haben, warum sollten wir dann absichtlich an ihn denken?

Die StoikerIn sieht das anders. Für sie ist der Tod etwas, das uns im Hier und Jetzt befreit. Dass das Leben einmal vorbei ist, bedeutet, dass wir es jetzt leben sollten, und nicht morgen oder übermorgen.
Der römische Kaiser und der letzte antike Stoiker Mark Aurel sagte:

Dein Leben könnte jetzt enden. Lass das bestimmen, was du tust und sagst und denkst.

Wir schieben so viel auf, leben nicht das aus, was wir ausleben wollen, ziehen nicht die Entscheidungen durch, für die wir uns insgeheim bereits entschieden haben, weil wir uns fürchten. Weil wir uns nicht ändern wollen. Weil wir das Unbekannte nicht in unser Leben lassen wollen.

Doch das Leben ist endlich. Wir haben nicht alle Zeit der Welt. Wir werden älter. Irgendwann sind wir physisch nicht mehr in der Lage, all das zu tun, was wir gern tun würden, wenn wir uns nur trauen würden.

Ich vergleiche es gern mit einem Besuch im Freizeitpark als Kind. Ich konnte nachts vor Aufregung nicht schlafen, wenn ich wusste, dass wir am nächsten Tag in den Hansa-Park fahren würden. Es war der absolute Hit der Ferienzeit.

Den Tag im Freizeitpark kann man vergleichen mit einem Menschenleben. Denkt man als Kind im Freizeitpark gedacht, “oh, es gibt hier so viele tolle Sachen. Aber oh je, um 19 Uhr werden wir den Park verlassen müssen und es wird vorbei sein. Das hat doch alles keinen Sinn. Warum sind wir dann überhaupt hier”?
Nein, als Kind denkt man: “oh, um 19 Uhr werden wir den Freizeitpark verlassen müssen. Lass uns jede Minute, die wir hier haben, auskosten und unsere Zeit hier zum besten Tag werden lassen, wie wir können!”.

Na klar, ein gesamtes Menschenleben muss man anders angehen. Wenn ich es buchstäblich nehmen würde und mein Leben so leben würde, als wäre es mit Sicherheit mein allerletzter Tag auf Erden, würde ich vermutlich Heroin ausprobieren.

Es bietet trotzdem einen guten Perspektivwechsel. All die ärgerlichen Kleinigkeiten, mit denen man sich beschäftigt, all die Nichtigkeiten, die einem die Laune verderben – möchte man wirklich seine endliche Lebenszeit mit ihnen füllen? Ist es das, womit man sich in seinen kostbaren Minuten beschäftigen will?

Und musst du wirklich Angst haben? Wenn nicht jetzt, wann dann?

Wie ich auf unkonventionelle Weise nach einer Wohnung suchte

Genau das fragte ich mich auch, nachdem ich vor der Bar ankam, die in der Nähe meines Hostels liegt. Es war Sonntagabend, aber in Berlin sind auch am Sonntag die Kneipen gut gefüllt. Wie ein Trottel war ich einmal an der Bar vorbei geschlendert, so tuend, als wäre ich bloß ein Fußgänger, um einmal einen Blick hinein zu erhaschen. Weil ich Angst davor hatte, direkt reinzugehen und das zu tun, was ich vor hatte.

Doch wenn nicht jetzt, wann dann? Ich ging hinein. Und drinnen ging ich an jeden einzelnen Tisch und sprach die Leute an mit: “Hallo, seid ihr aus Berlin? Kennt ihr vielleicht jemanden, der einen Nachmieter oder Mitbewohner sucht?”.

In meinem Kopf gab es 1000 Szenarien, wie das ablaufen könnte, und in vielen davon blamierte ich mich völlig. Doch wie der legendäre Stoiker Seneca sagte, wir leiden häufiger in der Vorstellung, als in der Realität. Die allermeisten Leute fanden es gut! Entweder sie lachten, oder sie meinten “oh je, so weit ist es schon, ja?”. Mehr als einmal hörte ich aber auch “Habe ich noch nie gesehen, aber genau so muss man es machen”. In dieser Kneipe schrieben sich gleich zwei Leute meine Nummer auf, weil sie meinten, sie kennen da wen, der vielleicht demnächst mal irgendwen suchen würde.

Beflügelt tingelte ich weiter durch die Lokale, und am Ende des Abends war ich insgesamt in sechs Bars und einem Restaurant durchgelaufen, und habe dort jeden einzelnen Tisch angesprochen. Übrigens unter Befolgen der 2G+-Regeln. Eine Gruppe traf ich lustigerweise zweimal. Und in einer Bar wurde ich von der italienischen Hostess freundlich gebeten, es zu unterlassen, jeden Tisch anzuquatschen.

Am Ende gab es vier Leute, die sich meine Nummer aufgeschrieben hatten. Das war ein hoffnungsweckendes Zwischenergebnis, im Vergleich zu etlichen Nachrichten auf WG-Gesucht, die unbeantwortet blieben.

Ob sich von diesen vier Leuten jemand zurückmelden würde, das würde dann die nächsten Tage zeigen.

Mein Arbeitsplatz

Das zweite Thema in Berlin, das noch in der Schwebe stand, war mein Ort zum Arbeiten. Du erinnerst dich an die kryptischen Andeutungen, die ich gegen Anfang der Folge gemacht habe?

Für dieses Projekt ist es sehr wichtig, welche Leute ich kennenlerne, und in welchem Arbeitsumfeld ich mich bewege. Mir war es also ein riesiges Anliegen, an welchem Coworking-Space ich mich anmelde. Ich habe mindestens über eine Woche hinweg immer wieder alle möglichen Angebote durchgeschaut und überdacht. Ein Ort stellte sich für mich als der klare Favorit dar.
Es ist die sogenannte Factory in Berlin. Nicht nur ein Coworking-Space, eher ein Innovationscampus. Ein Ort, an den junge Tüftler zusammen kommen und mal die Köpfe zusammenstecken können. Dort herrscht ein wenig Silicon-Valley-Flair. Dort wollte ich unbedingt hin.

Doch, es ist ziemlich exklusiv dort. Man kann sich nicht einfach anmelden. Man muss sich extra auf einen Platz bewerben. Man muss zeigen, wer man ist und was man tut. Wie tickst du? Was ist dein nächstes Ziel? Wo willst du hin?

Dank einer weiteren Technik, auf die schon die antiken Stoiker schwörten, war ich mit diesen Fragen komplett in meinem Element. Dieses Werkzeug habe ich schon manchmal in diesem Podcast erwähnt, aber noch nie ausführlich erklärt. Das ist das Journaling. Die schriftliche Reflektion.

Was sind Morgenseiten?

Ich befolge eine Unterkategorie davon, nämlich die sogenannten Morgenseiten. Jeden Morgen nach dem Aufwachen nehme ich mein Notizbuch und meinen Füllfederhalter zur Hand und schreibe drauf los. Was und in welcher Form ich schreibe, das ist bei den Morgenseiten egal. Ziel ist es, das, was einem beim am Anfang des Tages im Geist herumspukt, auf Papier zu bannen. Ich habe es als “mentale Scheibenwischer” beschrieben gehört. Ist gestern irgendwas Besonderes passiert, das einem im Kopf herumschwebt? In Worte fassen und aufschreiben. Ein Thema, das heute ansteht, über das man nachdenkt? In Worte fassen und aufschreiben. Spontane Einfälle sind auch immer dabei.

Wichtig ist, dass die Morgenseiten wenn irgendwie möglich handschriftlich verfasst werden. Dadurch ist man langsamer, und das ist gewollt. Ich kann es nicht genau erklären, aber es hilft dem Denkprozess.

Zwar nicht erfunden, aber popularisiert wurden die Morgenseiten von der amerikanischen Autorin Julia Cameron. Ich habe ihr Arbeitsbuch zu “Der Weg des Künstlers” verwendet.
Sie empfiehlt, jeden Morgen 3 DIN A4 Blätter vollzuschreiben, was etwa 30 Minuten Zeit koste. Ich benutze DIN A5 Notizbücher, und schreibe darin 3 Blätter voll. Weil ich währenddessen manchmal auch gedanklich etwas abdrifte, brauche ich durchschnittlich 40 Minuten Zeit jeden Tag für meine Morgenseiten.
Ich halte mich also nicht exakt ans Format, sondern ich tu das, was am besten zu mir und meinen Gewohnheiten passt. Hauptsache, man hält sich an sein eigenes Format.

Diese Morgenseiten schreibe ich regelmäßig seit einem knappen Jahr. Ich möchte sie nicht mehr missen. Wenn ich situationsbedingt mal, sagen wir, zwei Tage am Stück nicht schreiben kann, merke ich, dass ich unausgeglichen und planlos in den Tag starte. Die Morgenseiten bringen mir Klarheit. Sie geben mir Fokus. Und am Allerwichtigsten, es kam schon unzählige Male vor, dass ich durch die schriftliche Reflektion auf eine neue Idee gekommen bin, die dann mein zukünftiges Handeln außerordentlich beeinflusst hat.

Nicht nur mir hat diese Art Selbstgespräch einen Riesenmehrwert gegeben. Wir wissen auch von den antiken Stoikern, dass sie Journal geführt haben. Morgens, abends, oder beides.

Für sie war das Journaling ein mächtiges Werkzeug, um gen Vernunft und Weisheit zu streben.
Zusätzlich war es für mich ein mächtiges Werkzeug, um mich für meine Bewerbung bei Factory vorzubereiten.

Ich war aufgeregt. Ich wollte unbedingt dorthin. Doch der Bewerbungsprozess sollte bis zu 14 Tage dauern. An Tag 15 begann ich nervös zu werden…

Die unerwartete Nachricht

Während ich also auf Neuigkeiten von Factory und Rückmeldungen bezüglich der Wohnungen wartete, gab ich mein Bestes, den Stress abzublocken, den mir diese Unsicherheit darbot. Es war Tag 15 meiner Zeit in Berlin, also Halbzeit für meinen einen Monat, den ich mir als Zeithorizont gesetzt hatte. Würde es genug sein? Müsste ich noch bis Weihnachten hier im Hostel hocken?

Doch dann erreichte mich eine unerwartete Nachricht. Sie warf mich zwei Tage lang echt aus der Bahn. Mir wurde mitgeteilt, dass meine Exfreundin einen neuen Freund hätte. Es war meine erste, ernste, langjährige Freundin gewesen. Die Art Beziehung, in der die Worte “Hochzeit” und “Kinder” unironisch genannt werden.
Als ich das hörte, sank mir das Herz in die Hose. Hauptsächlich deswegen, weil die Nachricht für mich aus verschiedenen Gründen aus dem Nichts kam.

Mir flogen viele Gedanken durch den Kopf, von denen mir im Nachhinein alle ziemlich närrisch vorkommen. All diese Gedanken hatten eines gemeinsam: Sie handelten bloß von mir.

Bin ich vergessen? Bin ich ersetzt? Bin ich ersetzbar?

Diese Fragen trieben mich um. Unsicherheit und Zweifel eben.

Was ich tat, um mich aus diesem Modus herauszuholen

Ich wusste direkt, dass das zu nichts führen würde. Ich musste mich aus diesem Modus rausholen. Ich musste mich zusammen reißen. Und dafür griff ich, wie so häufig, keine 30 Minuten nach dieser Nachricht, zum Stift und Notizbuch. Ich besann mich des dritten und letzten Werkzeugs der Stoiker, das ich in dieser Folge thematisiere. Nämlich der Dankbarkeitsübung.

Mark Aurel, der römische Philosophenkaiser, betonte, dass wir alles, wirklich alles, in unserem Leben als etwas Gutes betrachten sollten. Selbst die Dinge, die uns stören, die uns behindern, können nicht nur als etwas Schlechtes betrachtet werden. Wir können sie als etwas sehen, das uns zu dem macht, wer wir sind. Als eine Chance, uns zu formen. Und wenn alles andere scheitert, wenn etwas so schlecht scheint, dass wir gar nicht anders können, als es uns wegzuwünschen, dann gibt es immer noch das Licht am Ende des Tunnels: Du bist am Leben. Das ist etwas Gutes. Und wenn die Dinge schlimm sind, dann kannst du dein Handeln so zu ändern versuchen, dass sie in Zukunft weniger schlimm sind. Diese Option hast du immer.

Was tat ich also konkret? In mein Notizbuch schrieb ich sofort nur noch Sätze auf, die mit den Worten “Ich bin dankbar, dass” beginnen. So zwang ich mich, das Gute an der Situation zu sehen und zu beschreiben.

Ich schrieb so viele Sätze, bis ich mein Grundniveau der Ruhe wieder erreicht hatte. In meinem Fall waren es sieben. Dann konnte ich die Lage wieder mit objektiveren Augen betrachten. Es ging mir schon deutlich besser.

Das Thema war dadurch nicht komplett gegessen. Die nächsten zwei Tage konnte ich an wenig anderes denken. Aber mit meinem Perspektivwechsel und nachdem ich mit ein, zwei Leuten darüber geredet hatte, sah ich, dass die goldene Regel des Stoizismus gilt:

Unterscheide stets zwischen dem, das du kontrollieren kannst, und dem, das du nicht kontrollieren kannst.

In meinem Fall war es so, dass es mich eigentlich gar nichts mehr angeht, dass meine Exfreundin einen neuen Freund hat. Geschweige denn, dass es innerhalb meiner Kontrolle liegen würde. Darum waren meine “Ich”-Fragen, die ich mir gestellt hatte, so dämlich. Es hatte nichts mit mir zu tun.
Am Ende war es ein simpler Gedanke, der mir am Ende von Tag 17 den inneren Frieden zurück brachte. Ein Satz, der sich anfühlte, als wäre mir ein Dorn gezogen worden:

Es ist das, was sie braucht.

Das ist Begründung genug. Das ist alles, was ich dazu denken muss. Es hat rein gar nichts mit mir zu tun. Es ist das, was sie braucht. Punkt.

Die zweite unerwartete Nachricht

Nun saß ich also da, abends, mit noch knapp zwei Wochen vor mir für die Wohnungssuche und allem. Da spürte ich in mir wieder die Ruhe, die ich so gewohnt bin und mit der ich mich wohl fühle. Kurz vor dem Schlafen hörte ich noch Musik, als sich mein Handy plötzlich meldete. Eine neue Nachricht von einer unbekannten Nummer.
Wir hätten uns in der Bar am Sonntag getroffen, als ich nach einem WG-Zimmer gefragt habe, meinte sie. Ob ich immer noch suchen würde. Bei ihr würde etwas schon bald frei werden. Es wäre also perfektes Timing. Ob ich nicht morgen vorbei kommen wolle, um die anderen kennenzulernen. Liebe Grüße.

An dem Abend ging ich mit einem glücklichen Lächeln ins Bett.

Die Auflösung

Es sollte übrigens nicht die letzte Einladung sein – von den vier Personen, die meine Nummer in den Bars genommen hatten, haben sich drei zurückgemeldet und mir ein Zimmer angeboten! Es lief also noch viel besser, als ich erwartet hatte.

Und zu guter Letzt, zu Factory: Nicht einmal 12 Stunden nach der Nachricht von Unbekannt meldete sich das Factory-Team zurück. Ich wurde angenommen. Ich weiß gar nicht, über welche Nachricht ich mich mehr freuen sollte.
Gleich am nächsten Tag war ich dort. Es ist ein riesiges Gebäude. Sie haben dort nicht nur Gemeinschaftsarbeitsräume, sondern auch eine eigene Bibliothek, eine Mensa und ein Bällebad. Was man alles halt so braucht.

Ich kann also sagen: Bisher fühle ich mich in Berlin pudelwohl.

One more thing…

Das war meine persönliche Story, wie meine Ankunft in Berlin abgelaufen ist. Ich hoffe aber viel eher, dass du die drei Techniken der Stoiker, die ich hier aufgezeigt habe, für dich nutzen kannst. Ich werde auf der Website www.charaktermarkeeigenbau.de und in den Shownotes noch mehr Ressourcen und nützliche Links vermerken, die du für dich nutzen kannst, um Stress in deinem Leben zu vernichten, und ungeahnte Stärke zu finden.

Zum Schluss aber noch eine wichtige Sache.

Erinnerst du dich, wie ich sagte, der Stoizismus basiere auch darauf, ein guter Mensch zu sein, um der Gesellschaft zu dienen? Ich habe mich gefragt, was ich tun kann, um dir und all meinen anderen ZuhörerInnen zu dienen. Deswegen habe ich eine besondere Aufnahme gemacht. Ganz im Sinne dieser Episode habe ich die Gedanken und Fragen zusammengestellt, die dir den bestmöglichen Start in den Tag liefern werden. Diese Gedanken sind so konzipiert, dir Mut und Stärke für die Herausforderungen zu geben, die uns das Leben jeden Tag stellt. Diese habe ich mit meiner Stimme vertont als eine Aufnahme, die du jeden Morgen anhören kannst. Sie ist auch nur knappe 3 Minuten lang, man kann sie also beim Zähneputzen oder in seiner sonstigen Morgenroutine hören.

Wenn du gern diese Aufnahme runterladen möchtest, dann verweise ich dich auf die Website des Podcasts, www.charaktermarkeeigenbau.de. Einen Link findest du in der Episodenbeschreibung und in den Shownotes.

[KLICKE HIER, UM DIE AUFNAHME HERUNTER ZU LADEN.]

Ich hoffe, dass es dir hilft, jeden Morgen mit einem starken Mindset starten zu können. Mich würde es freuen.

Hab eine schöne Restwoche, bis zum nächsten Mal und bis bald.


Beitragsbild von Leon Seibert on Unsplash

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